Klausur an der Mur

Bruck an der Mur

Denn was sich reimt, ist gut…

Wie die treue Leserin, der treue Leser weiß, begebe ich mich zweimal im Jahr in Klausur, um mir in aller Ruhe Gedanken zu machen über mein Leben, mein Unternehmen und mich. Wie so eine Klausur abläuft, habe ich in diesem Blog schon mal beschrieben.

Von 3. bis 6. Jänner 2016 habe ich Bruck an der Mur als meinen Klausur-Ort gewählt. Dort, wo Mürz und Mur zusammenfließen, an einem der wichtigsten Verkehrsknoten Österreich war ich im liebevoll hergerichteten, sehr alten Baderhaus untergebracht.

Diese Tage der Ruhe, der Konzentration und der Kreativität, an einem Ort abseits des Bekannten tun mir immer sehr gut. Ich glaube, wenn ich die fünf hilfreichsten Dinge in meinem Leben aufzählen müsste, diese Klausuren wären sicher dabei. (An erster Stelle wäre übrigens der Reiskocher. Er hat mein Leben revolutioniert. Aber das ist eine andere Geschichte…)

Was habe ich aus Bruck für mich mitgenommen? Welche Erkenntnisse habe ich gehabt?

  1. Ich tue mir schwer mit Jahresplänen. Sogar ein halbes Jahr ist für mich zu lang als Planungszeitraum. Ich habe das Gefühl, dass sich bei mir alle drei Monate so viel tut, dass meine gut gemeinten Jahres- oder Halbjahrespläne obsolet geworden sind. Dem trage ich ab nun Rechnung und mache nur mehr 90-Tage-Pläne. In diesen 90-Tage-Plänen lege ich fest, worauf ich mich in den nächsten drei Monaten konzentrieren möchte, welche Projekte Priorität haben und welche nicht und vor allem auch: Warum bzw. warum nicht. Den Rest des Jahres plane ich nur mehr grob.
  2. Mich selbst gut zu kennen ist der Schlüssel zu allem. Es lohnt sich wirklich, Zeit zu investieren und sich selbst gut kennen zu lernen. The good, the bad and the ugly. Das erfordert Mut, fühlt sich nicht immer ganz angenehm an, aber nur so kann meine Ich-AG funktionieren.
  3. Sich selbst gut zu kennen ist die eine Sache. Eine ganz andere ist es, darüber auch zu reden, besonders mit den Menschen, die mir wichtig sind und die am meisten mit mir zu tun/kämpfen haben.
  4. Nur, weil ein Projekt schön geplant ist und alle To-Dos aufgeschrieben sind, ist die Arbeit noch lange nicht erledigt. Sie fängt gerade erst an. Das Gefühl, einen guten Plan zu haben, kann mich leicht in trügerischer Sicherheit wiegen.
  5. Jedes Projekt dauert immer viel länger als gedacht.

Was ich in Bruck auch beschlossen habe, ist, dass ich mein Experiment, jede Woche einen Blog-Artikel zu schreiben, auch 2016 fortsetzen werde. Ich habe noch über 300 Ideen, die darauf warten, in einen Artikel gegossen zu werden. Es wird sich also auszahlen, auch 2016 regelmäßig hier vorbei zu schauen. 🙂

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