Ze(h)n-Gedanken zum Thema „Selbst-Vertrauen“

selbstvertrauen-boost

  1. Selbst-Vertrauen ist nichts anderes als das Vertrauen, das ich selbst in meine Person, in meine Fähigkeiten, in meine Kompetenzen etc. habe.
  2. Jede Form von Vertrauen (und damit auch Selbst-Vertrauen) entsteht aus konsequentem, verlässlichem, berechenbarem Handeln.
  3. Selbst-Vertrauen bedeutet also, dass ich mich darauf verlassen kann, dass ich das mache, was ich mir vorgenommen habe. Es bedeutet, die Versprechen, die ich mir selbst gegeben habe, auch konsequent zu halten. Wenn ich die Versprechen, die ich anderen gebe, höher schätze als jene gegenüber mir selbst, dann leidet mein Selbst-Vertrauen.
  4. Selbst-Vertrauen gewinne ich, indem ich Dinge tue, die mir Vertrauen darin geben, dass ich mich selbst wichtig (genug) nehme und gut auf mich aufpassen kann. Und zwar nicht nur dann, wenn es leicht ist, sondern besonders in den schwierigen Momenten.
  5. Der Vorsatz, eine alte Gewohnheit zu ändern und eine neue zu etablieren, das ist z.B. Vereinbarungen mit mir selbst. Wenn ich die Umsetzung dann aber immer wieder verschiebe oder doch nicht durchhalte, breche ich die Vereinbarung mit mir selbst. Das kratzt an meinem Selbst-Vertrauen, weil ich mich selbst nicht als verlässlichen, pakttreuen Menschen wahrnehme. Besonders dann, wenn mir das „schon wieder passiert” ist.
  6. Es gilt also, so zu handeln, dass das Vertrauen in mich selbst jeden Tag gestärkt wird – in jeder einzelnen Entscheidung, mit jeder einzelnen Handlung. Und dass ich nicht beim ersten Gegenwind umknicke.
  7. Selbst-Vertrauen im täglichen Leben drückt sich beispielsweise dadurch aus, …
    – dass ich nein sagen kann und für mich selbst eintrete.
    – dass ich mir Gutes tue: Meinem Geist, meinem Körper und meiner Seele.
    – dass ich mir gute Gewohnheiten aneigne und mit schlechten einfach aufhöre – nicht, weil ich muss, sondern weil ich will.
    – dass ich nach meinen Werten und Prinzipien lebe und mir selbst treu bleibe.
    – dass ich in den wichtigen Beziehungen in meinem Leben präsent bin und für andere ein wertvoller Teil bin.
  8. Selbst-Vertrauen, so verstanden, hat nichts mit Egoismus zu tun. Im Gegenteil: Erst, wenn ich mir selbst vertraue, kann ich auch vertrauensvolle Beziehungen mit anderen eingehen. Selbst-Vertrauen ist daher kein Hindernis, sondern die unbedingt notwendige Voraussetzung für tiefe Verbindungen mit anderen Menschen.
  9. Selbst-Vertrauen ist damit nichts anderes als eine Form der Selbst-Liebe. Wie liebevoll gehe ich mit mir selbst, mit meinen Eigenheiten, mit meinen Stärken und Schwächen um? Bin ich mein eigener strengster Richter oder mein eigener bester Anwalt?
  10. „Tiefes Vertrauen entsteht aus vielen kleinen Erfahrungen – über die Zeit.” (Michael Ensle)
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