Die Großartigkeit im Kleinen

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Diesmal geht’s um ein faszinierendes Projekt, das wahrscheinlich nur einem Japaner einfallen kann.

Was mich seit jeher an den japanischen Zen Gärten fasziniert hat, ist die Liebe, ja fast schon Obsession, welche die japanischen Garten-Gestalter auch winzigsten Details entgegen gebracht haben. Nichts ist dem Zufall überlassen, alles hat einen Sinn, und große und kleine Elemente fügen sich zu einem harmonischen Ganzen zusammen.

Unlängst bin ich auf das Werk des japanischen Künstlers Tatsuya Tanaka gestoßen, das ganz anders ist als ein Zengarten und doch die gleiche Wesensart in sich trägt.

Tanaka hat einen ganz besonderen Kalender erschaffen: Aus Mini-Figuren, die nur wenige Millimeter groß sind, und aus Alltagsgegenständen schafft er faszinierende, lustige, überraschende kleine Welten – Tag für Tag, seit 2011.

„Brokkoli und Petersilie könnte manchmal wie ein Wald aussehen, oder Blätter treiben auf der Oberfläche des Wassers manchmal wie kleine Boote. Alltägliche Dinge werden in der Miniatur-Ansicht oft viel interessanter,“ sagt Tatsuya Tanaka selbst über seine kleinen Kunstwerke.

Ich kenne Tatsuya Tanaka nicht persönlich, und doch habe ich das Gefühl, dass wir verwandte Seelen sind. Nicht nur, weil mir seine Dioramen sehr taugen. Nicht nur, weil wir gleich alt sind. Sondern besonders deshalb, weil er mit seinen Kalenderblättern und wir mit unseren Miniatur-Zengärten das Gleiche im Sinn haben: Mit einer vermeintlich kleinen Welt die Augen, die Gedanken und das Herz öffnen für die Großartigkeit der Dinge, die uns umgibt.

Und, wie es Tanaka beschreibt: „Es wäre toll, wenn Sie damit ein bisschen Freude in Ihr tägliches Leben bringen könnten.“  

 

Mehr über Tatsuya Tanakas Miniatur-Kalender: miniature-calendar.com | Instagram | Facebook

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