Das Zen des Wanderns

Das Zen des Wanderns

Ich bin nicht der große Wanderer vor dem Herrn. Ich bin nicht mal ein Gerne-Spazieren-Geher. Dabei liegt im Wandern wahrscheinlich genauso viel Zen wie in einer Meditation.

Am Wochenende habe ich mit einer Gruppe lieber Menschen eine Wanderung auf der Schneealpe in der Steiermark unternommen. Was ihr im Folgenden nun lesen könnt, sind Auszüge aus den inneren Monologen, die sich während dieser Wanderung in mir entsponnen haben.

  1. Wenn die Landschaft weit ist, werden auch die Gedanken weit. In der Enge der vertrauten Umgebung verliert sich leicht der Blick auf das, was dir wichtig und für dich möglich ist.
  2. Der Weg ist anstrengend, keine Frage. Wenn du alleine bist, denkst du aber zu viel über die Anstrengung nach. In der Gruppe marschiert man einfach mit, und so wird der Weg bewältigbar.
  3. Beim Gehen öffnet sich das Herz. Es scheint, als würde das gemeinsame Marschieren eine Verbindung schaffen. Es entsteht Vertrauen und Vertrautheit.
  4. Gleichzeitig ist es völlig okay, eine Weile nichts zu reden. Verbundenheit braucht nicht immer Worte.
  5. Es ist schön, auch mal mit seinen Gedanken nur für sich zu sein. Wann nimmst du dir schon die Zeit, dir wirklich länger beim Denken zuzuhören?
  6. Jeder geht seinen eigenen Weg. Der eine braucht die Herausforderung, der andere wählt den sicheren Weg. Der eine sucht den kürzesten Weg, der andere den Weg, den die meisten anderen gehen. Jeder wählt den Weg, der ihm entspricht. Am Ende kommen aber alle beim gleichen Ziel an.
  7. Du bist nicht allein. Die Anstrengung auch für andere anstrengend ist. Es geht uns allen gleich im Leben.
  8. Das Rasten ist mindestens genauso wichtig wie das Gehen. Wenn du das Gipfelkreuz erreicht hast, nimm dir auch die Zeit, deinen Erfolg zu genießen.
  9. Mut wird immer belohnt. Immer.
  10. Im Grunde ist das Leben einfach. Alles, was du brauchst, ist schon da. Du selbst bist es, der dein Leben oft unnötig kompliziert macht.


Profilbild_GuenterGünter Schmatzberger

Zen-Gärtner. Ich-Konzern-Leiter.
Ich bin Gründer von Mein-Zengarten.at und mache mir Gedanken über Zen und die vielen Formen, die es im Alltag und Business annehmen kann. Mit unseren handgefertigen Miniatur-Zengärten habe ich eine wunderbare Möglichkeit gefunden, die schlichte Schönheit der Zen-Ästethik spürbar zu machen. Denn die kleinen Dinge machen das Leben großartig.
 
Mehr über Zen im Alltag und im Business gibt es auch im Mein-Zengarten-Newsletter oder auf unserer Facebook-Seite.
Share this post