Am Ende sind es immer deine Werte

Wertebaum

Für mich als Unternehmer ist es mindestens so wichtig, mich mit meinen Werten zu beschäftigen wie mit meinem Business Plan. Für dich übrigens auch – ob du nun UnternehmerIn bist oder nicht.

Was sind „Werte“ überhaupt? Meine Arbeitsdefinition lautet: Werte sind deine grundlegenden Überzeugungen. Sie sind das, was dir in deinem Leben wichtig ist. Deine Werte bestimmen, welche Dinge/Menschen/Produkte für dich „wert-voll“ sind und welche nicht. Deine Werte beeinflussen im Endeffekt auch stark deine Ziele im Leben (das, was dich „glücklich“ macht).

Die Macht der Werte

Werte sind deswegen sehr mächtig, weil sie im Grunde dein ganzes Leben beeinflussen – und zwar auf vielfältige Weise:

  1. Deine Werte bestimmen, welche Menschen du magst und welche nicht.
  2. Deine Werte bestimmen,  ob du dich an deinem Arbeitsplatz wohl fühlst oder nicht.
  3. Deine Werte bestimmen, welche großen und kleinen Entscheidungen du als Unternehmer triffst.
  4. Deine Werte bestimmen, welche Bereiche du in deinem Leben vernachlässigst.
  5. Deine Werte bestimmen, welches Handy du hast und wer deine Haare schneidet.
  6. Deine Werte beeinflussen, welche Kunden du anziehst.
  7. Deine Werte beeinflussen deine Partnerwahl.
  8. Deine Werte beeinflussen, welche Vorbilder du in deinem Leben hast.
  9. Deine Werte beeinflussen, ob du Sport machst oder nicht.
  10. Deine Werte beeinflussen, ob du im Urlaub auf den Ballermann oder in die Berge fährst.

Man könnte also sagen: Deine Werte sind das, was dich antreibt. Deine Werte sind auch das, wofür du durch’s Feuer gehen würdest. Wenn einer deiner Werte verletzt wird, reagierst du besonders verletzt. Oder du spürst auf einmal einen Mut, den du dir nie zugetraut hättest, wenn es gilt, einen deiner Werte zu verteidigen.  

Meine ganz persönlichen Werte

Heute bin ich mal ein bisschen mutig und teile mit euch meine ganz persönlichen Werte – also die 5 Dinge (mit ihren verschiedenen Ausprägungen und Facetten), für die ich durch’s Feuer gehen würde:

1. Beziehungen

  • Helfen
  • Liebe, Respekt, Freundlichkeit, Wertschätzung
  • Loyalität, Beständigkeit, Verantwortung

2. Intellekt 

  • Lernen, Neugierde, Wachstum
  • Wissen
  • Reflexion, Nachdenken
  • Gestalten, Kreativität

3. Verbundenheit 

  • Dankbarkeit, Demut
  • Achtsamkeit, Spiritualität, Werte-Orientierung
  • Einfluss und Anerkennung

4. Fokus/Disziplin 

  • Einfachheit, Reduktion, Klarheit
  • Qualität
  • Beständigkeit, Verlässlichkeit

5. Freiheit 

  • Unabhängigkeit
  • Selbstbestimmung
  • Ruhe, Rückzug

Wenn ich ein bisschen achtsam auf mein Leben schaue, spiegeln sich meine Werte an allen Ecken und Enden wider: In meiner Ehe, in meinem Unternehmen, in meiner Freizeit, in meinen Freunden, in meinen Blog-Artikeln.

Der Krampf mit den Werten

Zu wissen, welche Werte mich motivieren, empfinde ich als ausgesprochen hilfreich, weil sich damit viele Fragen in meinem Leben beantworten lassen. Das bedeutet aber nicht, dass ich mit meinen Werten immer im Einklang bin. Meine Werte sind auch die Themen, mit denen ich mich immer wieder beschäftigen muss, weil sie mich nicht los lassen. 

Zwei Beispiele gefällig?

  1. „Freiheit vs. Beziehungen“: So, wie ich gestrickt bin, suche ich innige Beziehungen genauso wie Freiheit und Unabhängigkeit. Diese widersprechenden Werte im täglichen Leben auszugleichen, sodass beide zu ihrem Recht kommen aber keiner überbetont wird, ist eine echte Herausforderung für mich.
  2. „Gesundheit“ ist für mich (noch?) kein Wert. Deswegen sind Themen wie regelmäßige Bewegung, Vorsorgeuntersuchungen, gesunde Ernährung etc. für mich sehr mühsam, auch wenn mir deren Sinn absolut bewusst ist. Aber etwas zu wissen reicht nicht. Motivation entsteht erst durch passende Werte.

Wie  du deine Werte erkennst

Ich kann jedem sehr empfehlen, sich seine Werte bewusst zu machen. Aber ich muss dazu sagen: Ganz einfach ist das nicht. Es gibt nämlich sehr, sehr viele Werte, und herauszufinden, welche die eigenen sind, ist ein längerer Prozess.

Beginnen kannst du am besten, indem du dir aus einer Liste mit Werten jene aussuchst, die dich am meisten ansprechen und diese markierst. Aber Achtung: Nicht jene Werte markieren, die du gerne hättest oder von denen du glaubst, dass du sie haben solltest – sondern jene, die wirklich dir entsprechen! The good, the bad and the ugly. Such dir im ersten Schritt 30 aus und reduziere diese im zweiten Schritt auf die Hälfte. Dann schau mal, ob bestimmte Werte sehr ähnlich sind (z.B. „Heiterkeit“ und „Frohsinn“). So kannst du Schritt für Schritt deine Werte auf maximal fünf eindampfen.

Falls du dich auf die Reise zu deinen Werten machen willst und Fragen dazu hast, helfe ich dir sehr gerne weiter. „Helfen“ ist schließlich einer meiner wichtigsten Werte. 😉

Viel Erfolg auf der Reise zu deinen Werten! 

Link Tipp: Werte-Liste von Steve Pavlina (346 Werte, alphabetisch geordnet)

Bild: Mein persönlicher Werte-Baum, der in meiner Wohnung hängt.

 


Profilbild_GuenterGünter Schmatzberger

Zen-Gärtner. Ich-Konzern-Leiter.
Ich bin Gründer von Mein-Zengarten.at und mache mir Gedanken über Zen und die vielen Formen, die es im Alltag und Business annehmen kann. Mit unseren handgefertigen Miniatur-Zengärten habe ich eine wunderbare Möglichkeit gefunden, die schlichte Schönheit der Zen-Ästethik spürbar zu machen. Denn die kleinen Dinge machen das Leben großartig.
 
Mehr über Zen im Alltag und im Business gibt es auch im Mein-Zengarten-Newsletter oder auf unserer Facebook-Seite.
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